Wahlfreiheit einschränken

Die Baselbieter Regierung ist im Rahmen des Versorgungsauftrages verpflichtet, auch die ausserkantonale Versorgung seiner Bevölkerung in seine Spitalplanung miteinzubeziehen. Die Leimentaler und Laufentaler nehmen solche Dienstleistungen, meist im Basler Universitätsspital und den Privatkliniken, überdurchschnittlich wahr. Die gemeinsame Spitalliste garantiert die freie Spital- und Arztwahl. Würde die Bruderholzspital-Initiative angenommen, müsste die Baselbieter Regierung aufgrund der zu schaffenden zusätzlichen Überkapazitäten die Freizügigkeit einschränken. Baselbieter, die sich in Basel behandeln wollen, müssten dann als Auswärtige mehr zahlen und im eigenen Kanton höhere Steuern und Krankenkassenprämien – würden also doppelt bestraft.

Wenn die Angebote der drei Standorte des Kantonsspitals Baselland gezielter und besser ausgebaut werden durch die Neuausrichtung und Spezialisierung werden sie attraktiver auch für ausserkantonale Patienten. Ohne Handschellen und Fussfesseln können alle drei Standorte des Kantonsspitals vom Erhalt der freien Spital- und Arztwahl profitieren, genau wie die Laufentaler und Leimerntaler, die sich weiter ohne Einschränkungen im Nachbarkantonen behandeln lassen können.