Un- und Irrsinn

Wenn das Kantonsspital alles überall anbieten muss, werden nicht nur neue, horrend teure Strukturen und Überkapazitäten geschaffen. Das Zwangskorsett verschärft zudem völlig unnötig den Fachkräftemangel und es sinkt auch die Qualität der Leistungen! Die Steuern gehen rauf und die Krankenkassenprämien steigen noch stärker.

Die Neupositionierung der drei Baselbieter Standorte bringt wohnortnahe Angebote für die Leimentaler und die Laufentaler. Die ambulante Grundversorgung ist gewährleistet und stationäre Angebote werden in nächster Nähe mit der notwendigen Bettenzahl vorhanden sein mit je einem leistungsfähigen Notfallzentrum in Laufen und auf dem Bruderholz.

Forderungen der Bruderholzspital-Initiative

  • Bruderholzspital: erweiterte Grundversorgung (Ausbau, Status quo ante)
  • Laufen: Grundversorgung (Ausbau, Status quo ante)
  • Liestal: erweiterte Grundversorgung (Status quo)

Doppel- und dreispurige Leistungsangebote

Drei mal komplette Grundversorgung an drei Standorten (Distanzradius ca. 15 km)

  • Drei komplette Grundversorgungsangebote (innere Medizin, Chirurgie etc.)
  • Drei Notfallstationen
  • Drei Intensivpflegestationen
  • Drei Geburtshilfeabteilungen

Zwei mal komplette erweiterte Grundversorgung (zusätzliche Angebote)

  • Zwei mal Herzchirurgie
  • Zwei mal Krebsbehandlungen
  • Zwei mal Intensivmedizin
  • Zwei mal Orthopädie und Traumatologie
  • Zwei mal Radiologie
  • Zwei mal Urologie
  • Zwei mal Viszeralchirurgie

So eine überdimensionierte Versorgung unter der Vorgabe „alles überall anbieten“, so wie es die Bruderholzspital-Initiative verlangt, ist ein gesundheitspolitischer Unsinn und für den Kanton Baselland, die Steuerzahler und die Prämienzahler ein verantwortungsloser finanzieller Irrsinn.